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Der Koch-Chemie Alkali Wheel Cleaner "Awh" ist ein hochalkalischer Felgenreiniger (pH 14) für Werkstatt, Aufbereiter und Fuhrpark. Er löst Bremsstaub, Straßenfilm und Reifengummi-Ausdünstungen in 1 bis 3 Minuten. Geeignet für Stahlfelgen und alkali-beständig lackierte Aluminiumfelgen. Nicht geeignet für rohes oder poliertes Aluminium, eloxierte Streifen, Chrom oder heiße Felgen direkt nach der Fahrt.
Koch-Chemie Alkali Wheel Cleaner "Awh" ist ein hochalkalisches Felgenreiniger-Konzentrat von Koch-Chemie aus Unna, das mit einem pH-Wert von 14 arbeitet. Statt wie pH-neutrale Reiniger die Eisenpartikel chemisch zu binden, greift Awh die fettige Schmutzmatrix an, die den Bremsstaub auf der Felge festhält. Diese Verseifung wandelt Fette, Öle und Gummiabrieb in wasserlösliche Seifen — der Bremsstaub liegt danach lose im Reiniger und spült mit kaltem Wasser ab. Schnelltrennend nach ÖNORM 5106 macht ihn für Werkstätten mit Ölabscheider planungssicher.

Praxistipp von Detailing1: Awh ist ein Entfetter, kein Eisen-Indikator. Auf richtig vernachlässigten Felgen kombinierst du beides hintereinander. Erst Awh 1:5 auf die nasse Felge, kurz mit Pinsel verteilen, abspülen. Das nimmt die Schmierschicht und das Reifengummi-Blooming weg.
Dann den Magic Wheel Cleaner "Mwc" auf die saubere Felge. Der lässt die jetzt freiliegenden Eisenpartikel violett ausbluten. Aus unserer Praxis: Diesen 1-2-Punch sehen wir bei Aufbereitern als Standard für Leasingrückläufer mit eingebrannten Felgen. Reines Awh oder reines Mwc löst dieselbe Felge nicht so gründlich, weil sie zwei verschiedene Verschmutzungs-Schichten angreifen.
Die Felge muss kalt sein und vor dem ersten Sprühstoß komplett mit Wasser benetzt werden. Heiße Bremsscheiben strahlen schnell über 200 °C ab — trifft der Reiniger auf diese Hitze, verdampft der Wasseranteil der Verdünnung in Sekunden, und auf dem Lack bleibt hochkonzentriertes Kaliumhydroxid stehen, das sich in den Klarlack frisst. Mindestens 15 Minuten nach dem Abstellen warten und großzügig nässen.
Die Verdünnung richtet sich nach Verschmutzungsgrad: 1:10 reicht für die wöchentliche Pflege, 1:5 ist der Allround-Wert für normalen Bremsstaub nach zwei bis vier Wochen Fahrbetrieb, 1:2 bleibt für extreme Krusten an Werkstattfahrzeugen reserviert. Pumpsprüher mit Schaumdüse wie die Koch-Chemie Foamer Bottle oder ein iK Foam-Sprüher legt die Lösung als klebrigen Nassschaum auf, der vertikal am Felgenbett haftet und nicht abläuft. Auf gröberen Felgen kannst du nach 30 Sekunden mit einem weichen Felgenpinsel nachfassen — verteilen, nicht schrubben.
Einwirkzeit 1 bis 3 Minuten, maximal 5 Minuten bei stärkster Verdünnung. Länger bringt nichts: Awh setzt nicht auf Reaktionszeit, sondern auf Chemie. Wer länger warten lässt, riskiert nur das Antrocknen, und Trockenränder auf dem Klarlack sind die Folge. Wenn eine Stelle nicht sauber ist, dosier nach — nicht zu lange einwirken lassen.
Abschluss mit kräftigem Hochdruckstrahl von oben nach unten. Spül kontrolliert aus dem Felgenbett und an den Speichenrändern, bis kein schaumiger Schleier mehr abläuft. Kaltes Spülwasser ist Pflicht: warmes Wasser beschleunigt die Antrocknung im Felgenbett, und ein zurückbleibender Reiniger-Film zieht später als Ablaufspur in den Klarlack. Auf den Reifenflanken kannst du den Awh direkt mit nutzen — das löst gleichzeitig die braune Antioxidantien-Ausdünstung (Reifengummi-Blooming) und spart dir den separaten Reifenreiniger.

Awh ist freigegeben für Standard-Stahlfelgen und alkali-beständig lackierte oder pulverbeschichtete OEM-Aluminiumfelgen. Solange eine intakte Klarlackschicht das Aluminium schützt, verhält sich die Felge wie ganz normaler Lack und nimmt den Reiniger problemlos. Das deckt den allergrößten Teil der Fahrzeuge ab, die bei Werkstätten und Aufbereitern täglich auf der Hebebühne stehen — vom Leasingrückläufer bis zum Firmenwagen.
Was Awh nicht verträgt: rohes Aluminium, hochglanzpoliertes Aluminium, eloxierte (anodisierte) Felgen, Magnesiumfelgen, unbeschichtete Schmiedefelgen und Chrom. Auf diesen Oberflächen reagiert das Kaliumhydroxid in Sekunden mit dem Metall. Es oxidiert die Oberfläche und hinterlässt eine milchige, tiefengeätzte Stelle — der sogenannte Laugenfraß.
Diese Schäden lassen sich nicht abwaschen. Rettbar ist die Felge nur durch stundenlanges maschinelles Aufpolieren beim Fachbetrieb, und das kostet schnell mehrere hundert Euro. Konkret heißt das: An teuren mehrteiligen BBS-RS-Felgen, an Porsche-Fuchsfelgen, an unbeschichteten OZ-Schmiedefelgen und an Chrom-Lippen bleibt der Sprüher in der Hand. Wer unsicher ist, ob die Felge eloxiert oder lackiert ist, fragt den Hersteller oder testet an einer unauffälligen Stelle.
Für genau diese sensiblen Felgentypen ist der pH-neutrale Magic Wheel Cleaner "Mwc" oder der reaktive Reactive Wheel Cleaner die richtige Wahl. Sie binden die Eisenpartikel chemisch und greifen das Aluminium nicht an.
Faustregel für den Wechsel zwischen den Felgentypen: Awh für Stahl und lackiertes OEM-Alu. Mwc oder Reactive Wheel Cleaner für poliertes, eloxiertes oder Chrom. Wer maximale Aggressivität auf sehr robusten Stahlfelgen braucht, greift zum sauren Triple Acid Star "Ta". Das ist eine andere Kategorie mit eigenen Risiken, aber die richtige Antwort bei vernachlässigten Winterfelgen ohne Aluminium-Anteil.
Eine zweite Verwechslungsfalle räumen wir gleich mit aus: Das Kürzel "Awc" steht bei Koch-Chemie nicht für einen sauren Felgenreiniger, sondern für den Allround Window Cleaner — also einen Glasreiniger. Wer also „Acid Wheel" sucht, landet beim Triple Acid Star "Ta" oder beim Felgenreiniger extrem "Fe", nicht beim Awc.

Awh wird in den Gebinden 5 Liter und 20 Liter geliefert. Damit ist klar, an wen sich das Produkt richtet: an alle, die täglich mehrere Fahrzeuge oder eine ganze Flotte waschen.
Das sind Werkstätten, professionelle Aufbereiter, Fuhrparks und Waschplätze mit Ölabscheider. Eine 1-Liter-Sprühflasche für die Heimgarage führt Koch-Chemie unter diesem Code bewusst nicht. Der Reiniger ist auf Dauerbetrieb und Verdünnungslogik ausgelegt, nicht auf den Wochenend-Detailer mit einem Auto in der Tiefgarage.
Für den Verbrauch rechnet sich die Verdünnung im Schaumsprüher direkt durch. Mit der Standard-Verdünnung 1:5 entstehen aus dem 5-Liter-Kanister 30 Liter Anwendungs-Lösung. Bei rund 200 ml verbrauchsfertiger Mischung pro Fahrzeug reicht ein 5-Liter-Kanister für etwa 150 Komplettfahrzeuge.
Der 20-Liter-Kanister rechnet sich erst bei intensivem Tagesgeschäft. Aufbereiter mit hohem Tagesdurchsatz, Mietwagen-Flottenreinigung, Speditionen mit eigener Fuhrparkpflege. Für den ambitionierten Hobby-Detailer ist Awh in der Regel überdimensioniert. Hier sind pH-neutrale Felgenreiniger wie Mwc, Reactive Wheel Cleaner oder Sonax FelgenBeast die ehrlichere Wahl.
Der eine Trick, den der Hersteller nicht groß bewirbt: Awh ist gleichzeitig ein erstklassiger Reifenreiniger. Moderne Gummimischungen dünsten Antioxidantien aus und werden mit der Zeit bräunlich, zusätzlich kleben alte Reifenpflege-Reste in den Poren.
pH-neutrale Felgenreiniger bekommen diese fett-gummischwer-haftende Schicht nicht ab. Awh 1:5 löst beides in Sekunden. Du reinigst Felge und Reifenflanke im selben Sprühvorgang und sparst dir einen extra Tire Cleaner. Wer den Reifen danach mit einer schwarz-tiefen Pflege wie Gummifix "Guf" versiegelt, hat den Rad-Workflow in zwei Schritten erledigt und unter zehn Minuten pro Auto.

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